Festival der Toten Bäume

Liebes Publikum! Unser Festivalauftakt mit Ihnen war ein Genuss. Aufgrund der Corona Situation finden bis auf weiteres keine öffentlichen Veranstaltungen statt.  „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“  Genießen Sie den Wald, bleiben Sie wohlauf, schauen Sie nach oben!

Park und Wald-Partituren von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang 

Nonnenholz, Auwald Leipzig 
 
Durch die pandemiebedingte Wiederentdeckung und intensive Nutzung öffentlicher Parks und Wälder zeigt sich die große Verletzlichkeit der Natur ganz konkret und sehr rasant; Bäume fallen, Böden vertrocknen, Arten verschwinden. Trockenlegung, falsches weißes Stängelbecherchen, Rußrindenpilz – der Auwald leidet. Gleichzeitig interessiert uns der tote Baum als Habitat; wirtschaftlich uninteressant, jedoch Nahrungsquelle, Lebensraum und Brutstätte für andere Lebewesen. So richten wir den Fokus unseres Festivals mit Kompositionsauftrag, Lesung, Chor und performativ-tänzerischen Aktionen auf die klimatische Krise, die uns schon lange in Atem hält.  Heike Hennig, Oktober 2021
 
 

Kostenlose Teilnahme: 25 Menschen pro Aktion, bitte wetterfeste Schuhe und Kleidung, Abstand halten und Maske! Anmeldung: festival.leipzig@gmail.com

FESTIVAL-PROGRAMM:

 
Sonntag, 21.11.2021
 
7.38 Uhr
DER FRÖHLICHE CHOR SINGT TRAURIGE LIEDER 
Mitsingen und Spazieren. Hörstück für Publikum, Chor, Waldhorn und sprechende Bäume
Fröhliche Chor Leipzig; Paulinus Stegner, Waldhorn; Diana Wesser und Rolf Engelmann, Botaniker
 
12 Uhr
MUSIK FÜR TIERE.  KOMPOSITION FÜR VERSCHWUNDENE WECHSELKRÖTE
Uraufführung 
Marek Brandt, fieldrecordings & Electronic & Felicitas Ressel, Klarinette und Holger Lueg, Landschaftspfleger
 
14 Uhr
WIE MAN IN DEN WALD HINEIN RUFT…
Mitmachaktion im grünen Bereich für alle
Heike Hennig, Leitung
 
15.14 Uhr
DICHTER WALD KLANG
Ein Abendweg durch das Dickicht der Texte und Klänge
Carolin Masur, Gesang, Michael Schetelich & Katharina Hesse, Waldhorn
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FÖRSTER HABEN KEINE FREUNDE
Führung und Performance
Thomas Knorr, Forstoberinspektor
 
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WALDARBEITER & REQUIEM FOR A TREE
Vernissage im Unterholz
Fabian Heublein, Fotograf
 
& IN DIE WÄLDER GEHEN. HOLZ FÜR EIN BETT KLAUEN
Lesung im Unterholz
Martina Hefter, Autorin
 
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während des gesamten Festivals
Signaturen der Bäume – Erinnerungskarten 
WER MÖCHTE LEBEN OHNE DEN TROST DER BÄUME
Serie.  Baum-Frottagen
Madelein Heublein, Malerin
 
ZWISCHENDURCH UND IMMER WIEDER
Theatrale musikalische Aktionen im Walde, lauschen, schauen, empfinden Sie!
 
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Künstlerische Leitung & Konzept: Heike Hennig I Unterstützung: Theresa Jacobs, Lilian Mosquera, Hendrik Pupat I Planung, Durchführung: VDKM e. V. Verein zur Förderung zeitgenössischer Darstellender Kunst und Musik e. V.

„Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ – STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.“
 
 

„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ Khalil Gibran

„Planst Du ein Jahr, so säe Korn, planst Du ein Jahrtausend, so pflanze Bäume.“ Chinesisches Sprichwort

„Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald, der wächst.“ Sprichwort aus Tibet